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Buchrezension: Sag mir, was du kaufst, und ich sag dir, wer du bist - Jörn Höpfner

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Hallo zusammen,bei meiner heutigen Rezension geht es um ein Buch aus dem Fachbereich Soziologie. Ich muss jedoch ganz ehrlich sagen, dass die Erwartungen, die ich an dieses Buch hatte, nicht wirklich erfüllt wurden. Dabei gab es im Voraus zwei Möglichkeiten, wie es mich überzeugen hätte können: Es vertieft soziologisches Grundwissen weiterführend und zeigt Aspekte auf, für die in der Soziologie-Einführungs-Vorlesung keine Zeit bleibtEs ist hauptsächlich auf den Unterhaltungsaspekt fokussiert und unglaublich witzigLeider konnte das Buch mir weder den einen noch den anderen Wunsch erfüllen und ist mehr so eine Art Zwischenlösung. Inhaltlich gab das Buch nicht viel Neues her, da es nur um Sozialstrukturanalyse anhand der Milieus des Sinus-Instituts geht. Da ich mich aber schon ein paar Mal mit Soziologie beschäftigt habe, waren die verschiedenen Milieus mir bereits ein Begriff, auch wenn ich den Supermarkt-Bezug noch recht erfrischend fand. Vermutlich eignet sich das Buch also wohl ehe…

Buchrezension: Vom Anfang bis heute: eine kleine Geschichte der Welt - Loel Zwecker

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Hallo zusammen,heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, dass wohl für alle geeignet ist, die das Gefühl haben, nicht viel aktives Wissen aus dem Geschichtsunterricht mitgenommen zu haben.
Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr positiv von diesem Buch überrascht wurde. Auch mein ursprüngliches Interesse lag darin, Geschichtswissen aus Schulzeiten wieder etwas aufzufrischen (im Endeffekt vergisst man ja doch mehr, als ursprünglich erwartet…). Im Nachhinein kann ich durchaus behaupten, dass viel passives "da war doch mal was"-Wissen wieder reaktiviert wurde. Zusätzlich hatte ich aber definitiv beim Lesen mehr Spaß, als im schulischen Frontalunterricht.
Es gibt mehrere Gründe, warum ich dieses Buch so positiv einschätzen möchte. Der erste Grund ist der Kommunikationsstil des Autors - sehr locker und dennoch nah an den Inhalten bringt er mich nicht nur immer wieder zum Schmunzeln, sondern lässt das Erklärte auch sehr nachvollziehbar und logisch erscheinen. Mir fiel es nie schwer,…

Buchrezension: Warum die Zeit verfliegt - Alan Burdick

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Hallo zusammen, die Zeit verfliegt und vom Januar 2018 bleiben nur noch wenige Tage übrig. Um meine kümmerliche Rate von mindestens einer Buchrezension pro Monat aufrechtzuerhalten, möchte ich Euch heute ein Buch vorstellen, in dem es um - wie passend - Zeitempfinden geht.
Ich habe mir schon des Öfteren Gedanken über die Subjektivität des Zeitempfindens Gedanken gemacht und mich dementsprechend sehr gefreut, als ich diesen Buchtitel beim Stöbern entdeckte. Das Konzept der Zeit birgt etwas sehr Surreales, da es nur durch das menschliche Empfinden existiert und nicht wirklich fassbar erscheint.
Bevor ich zu lesen begann, war mich also nicht ganz klar, was mich erwarten würde. Ein paar Gedankenexperimente und philosophische Betrachtungen reichen höchstwahrscheinlich nicht aus, um ein gesamtes Buch zu füllen. Positiv überrascht war ich dementsprechend von dem sehr naturwissenschaftlichen Weg, den der Autor ging, um das Phänomen "Zeit" fassen zu können. Dabei versucht der Autor mith…

Buchrezension: Cartographics. Die Kunst der Kartengestaltung - Jasmine Desclaux-Salachas

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Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr hattet schöne Feiertage und genießt nun die "verspätetete weiße Weihnacht". Ein besonders schönes Weihnachtsgeschenk war für mich ein Buch, dass nur wenige Tage vor heilig Abend eingetroffen ist. Zum ersten Mal darf ich also nun etwas vom Kunstband-Verlag Prestel rezensieren und freue mich, meine Eindrücke mit Euch teilen zu können. Das Buch, auf das ich übrigens schon länger ein Auge geworfen hatte, heißt Cartographics und behandelt das Thema "moderne Kartengestaltung".
Das Zeitalter der klassischen Karten als primäres Orientierungs- und Navigationsmittel wurde durch moderne GPS-Nutzung größtenteils abgelöst. Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - hat sich die Kartengestaltung als auch Kunstform neu erfunden.
Nicht mehr Überschaubarkeit und praktische Anwendung stehen im Vordergrund - der Kreativität der Karten sind keine Grenzen gesetzt: verschiedenste Eigenschaften einer geographischen Region werden aus unterschiedlichen Bl…

Buchrezension: 4000 Meilen durch die USA: meine Reise zu den Großen Fragen des Lebens - Andrew Forsthoefel

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Hallo zusammen, heute möchte ich euch etwas über eine respektable Reise erzählen. Andrew Forsthoefel ist zu Fuß über 4000 Meilen quer durch die Vereinigten Staaten gewandert, um herauszufinden, was es bedeutet erwachsen zu werden.

Ich wusste eigentlich nicht wirklich, was mich beim lesen dieses Buchs zu erwarten hatte. Das Konzept hat mir aber auf Anhieb gefallen, also wollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder eine interessante Geschichte zu erzählen hat und war dementsprechend neugierig auf die Erzählungen aller Menschen, denen Andrew auf seinem Weg durch die USA begegnet ist.

Von Kapitel zu Kapitel erhält man hier jedoch nicht nur einen Einblick in das Leben der "Interviewten", sondern auf tiefgründige Einsichten in die Gedankenwelt eines jungen Mannes, der nicht recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Trotz seines jungen Alters, kann sich Andrew sehr gut ausdrücken und säumt seine Gedanken mit Anekdoten aus seiner Kindhe…

Buchrezension: Mein Buch: 100 Dinge, über die du schreiben kannst - Katja Scholtz

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Hallo zusammen,

heute habe ich mal eine etwas andere Buchrezension für Euch. Prinzipiell kann ich nämlich nur sehr wenig rezensieren. Warum? Weil man das Buch erst selbst füllen muss!
Ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich Ambitionen, als Autor durchzustarten. Dennoch hat mich dieses Buch durchaus gereizt. Ich bin in der Vergangenheit online immer wieder auf „writing-prompts“ gestoßen und das ein oder andere Mal hat es mich zwar in den Fingern gejuckt, die nötige Überwindung zum Schreiben konnte ich bisher jedoch nicht aufbringen. Ich hatte gehofft, dass mich die physische Präsenz eines Buches, das speziell für Schreibübungen konzipiert wurde, dazu bewegen kann, den Stift in die Hand zu nehmen.
Die in der Buchbeschreibung aufgeführten Beispiele zählen dabei – für mich – zu den besten. Was eigentlich sehr schade ist, denn so wird man etwas vom Rest enttäuscht. Die meisten Vorgaben finde ich relativ langweilig. Zwar sollte ja der Sinn und Zweck der Sache sein, dass ich etwas Spannendes …

Buchrezension: Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen – Axel Hacke

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Hallo zusammen,

nun der zweite Teil des versprochenen Rezensionen-Doppels: "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen".

In seinem neuesten Buch holt der als Kolumnist der Süddeutschen Zeitung bekannt gewordene Axel Hacke einen Begriff aus der Mottenkiste, entstaubt ihn und bringt ihn in einen aktuellen Kontext: den Anstand. In lockerem Stil und wohltuend verständlichem Deutsch versucht er sich selbst zu beantworten, was es in dieser Zeit bedeutet, ein anständiger Mensch zu sein. Er streift dabei viele Themen aus Politik und Gesellschaft z.B. den Populismus eines Trump, die Auswirkungen der Digitalisierung oder die Verrohung der Sprache in den neuen sozialen Medien wie Facebook.

In sehr nachvollziehbarer Weise erklärt er die Anstands-Defizite, die gerade vor allem im öffentlichen Diskurs festgestellt werden können, aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen. So muss z.B. die Fremdenfeindlichkeit bei einer Spezies, bei der über Tausende v…